Prospektentwurf der Firmen Johannes Klais Bonn und Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt , Neubrandenburg, Mecklenburg Vorpommern, Deutschland
Prospektentwurf der Firmen Johannes Klais Bonn und Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt

 

Der Werdegang der Orgelmontage in Neubrandenburg wird durch zwei Webcams übertragen:

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Live Cam – Vorne

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Weitere Bilder auch unter aktuelles

Der Unternehmer und Spender Günther Weber

Günther Weber gründete 1981 im mittelhessischen Breidenbach sein
Unternehmen Weber Fleischereitechnik GmbH – heute: Weber
Maschinenbau GmbH. Weber Maschinenbau ist Weltmarktführer in der
Produktion von Slicern (Hochleistungs-Schneidemaschinen) für die
lebensmittelverarbeitende Industrie und beschäftigt mehr als 1.000
Mitarbeiter weltweit.
Mit der deutschen Wiedervereinigung weitete Günther Weber seine
Produktionsstätten in den Nordosten Deutschlands aus. Er baute 1999 ein
Werk in Neubrandenburg, sechs Jahre später ein zweites im
benachbarten Groß Nemerow. Für Günther Weber haben sich
Neubrandenburg und Groß Nemerow inzwischen zu seiner zweiten
Heimat entwickelt.
„Es ist mir eine Herzenssache, der Gesellschaft etwas von unserem Erfolg
zurück zu geben“, erklärt Günther Weber. Wie er diesen Grundsatz in die
Praxis umsetzt, zeigt er jetzt in Neubrandenburg. Im Sommer 2015
besuchte Günther Weber ein Konzert in der Kirche und entschloss sich
anschließend, zwei Millionen Euro für den Bau einer neuen Konzertorgel
zu spenden. Die Orgel soll zum 70. Geburtstag des Unternehmers im Juli
2017 eingeweiht werden.

Zwei Werkstätten

Der Auftrag zum Bau der neuen Konzertorgel erging an die beiden
Werkstätten Karl Schuke Berliner Orgelbau und Johannes Klais Bonn. Die
Entscheidung für eine Zusammenarbeit wurde getroffen, weil beide
Werkstätten sich intensiv mit dem Thema Konzertorgel im Konzertsaal
beschäftigt haben. Das Ziel ist die Entwicklung eines Instruments für die
Konzertkirche in Neubrandenburg, das die umfassenden und sich
gegenseitig ergänzenden Erfahrungen beider Werkstätten in sich vereint.

 

Spieltischentwurf der Firmen Johannes Klais Bonn und Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt , Neubrandenburg, Mecklenburg Vorpommern, Deutschland
Spieltischentwurf

 

Geschäftsführer Martin Schwarz erklärt Günther Weber die Funktion einer Zungenpfeife
Geschäftsführer Martin Schwarz erklärt Günther Weber die Funktion einer Zungenpfeife

 

Das Konzept
Statische Vorgaben im Raum forderten und förderten einen kreativen
Umgang mit den möglichen Ressourcen. So basiert das Konzept der
Orgel im Kern auf zwei ungewöhnlich vollständig ausgestatteten
Manualwerken. Dieses Instrument ist dem Orchester in allen Situationen
ein gleichwertiger Partner. Diese Konzept wird ergänzt um eine Palette
von zwölf weiteren Klangfarben, die das Klangbild farblich erweitern.
Diese Klangfarben stehen in unterschiedlichen Tonhöhen zur Verfügung.
Um die musikalischen Möglichkeiten dieser Klangkonzeption zur Gänze
ausschöpfen zu können, wurden beide Spieltische mit jeweils vier
Manualklaviaturen ausgestattet. Eine Aufteilung der zusätzlichen
Klangfarben in erster Linie auf diese beiden weiteren Manuale in
Anlehnung an tradierte Konzepte ermöglicht ein gewohnt komfortables
Handling.
Das Konzept wurde erarbeitet in Zusammenarbeit mit der lettischen
Konzertorganistin Iveta Apkalna und dem Berliner Orgelsachverständigen
Michael Bernecker.
Die Orgel in Zahlen
– 70 Register (einzeln wählbare Klangfarben)
– zwei Spieltische mit jeweils vier Manualen (Tastenreihen für die
Hände), einer an die Orgel angebaut, der andere fahrbar auf der
Orchesterbühne
– 2.852 Pfeifen, davon 351 aus Holz und 2.501 aus unterschiedlichen
Zinn-Legierungen
-längste Pfeife: ca. 6 Meter Länge, erzeugt einen Ton mit 16
Schwingungen pro Sekunde; da die untere Hörschwelle bei
ungefähr 20 Schwingungen liegt, kann man diese Töne mehr fühlen
als hören
– kleinste Pfeife: ca. 11 Millimeter Länge, erzeugt einen Ton mit
15.600 Schwingungen pro Sekunde; diese Frequenz liegt dicht an
der oberen Hörgrenze
-Breite der Orgel: 8m
Höhe der Orgel: 12m
Tiefe hinter den sichtbaren Frontpfeifen (Prospekt):3,3m
– Gewicht: ca. 21 Tonnen

Disposition

 

I. Hauptwerk C-c4II. Farbwerk / Positiv C-c4III. Schwellwerk C-c4IV. Solo C-c4Pedal C-g1Koppeln
Principal 16'Bourdon 16'Gedeckt 16'Violon 16'Untersatz 32'II-I
Principal 8'Salicet 16'Geigenprincipal 8'Stentorprincipal 8'Principalbass 16'III-I
Harmonieflöte 8'Principal 8'Bordunalflöte 8'Viola 8'Violonbass 16'IV-I
Gamba 8'Rohrflöte 8'Salicional 8'Stentorprincipal 4'Zartprincipal 16'I-II
Bordun 8'Salicet 8'Aeoline 8'Violine 4'Subbass 16'III-II
Principal 4'Principal 4'Vox coelestis 8' ab c0TremulantBourdon 16'IV-II
Flöte 4'Rohrflöte 4'Fugara 4'Tuba 16'Salicet 16'IV-III
Quinte 2 2/3'Quinte 2 2/3'Flaut travers 4'Tuba 8'Octavbass 8'I-P
Octave 2'Flöte 2'Piccolo 2'Tuba 4'Principal 8'II-P
Cornett V 8' ab c1Principal 2'Progressio II-III 2 2/3'Violoncello 8'III-P
Mixtur IV 2'Terz 1 3/5'Basson 16'Gedecktbass 8'IV-P
Tuba 16'Quinte 1 1/3'Trompette 8'Choralbass 4'sub III-III
Trompete 8'Mixtur IV 1 1/3'Hautbois 8'Octave 4'super III-III
Tuba 4'Cromorne 16'Vox humana 8'Hintersatz IV 4'
TremulantCromorne 8'Clairon 4'Posaune 16'
TremulantTuba 16'
Cromorne 16'
Trompete 8'
Clarino 4'

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